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Bull, Bild: Screenshot - YouTube

Bull – Ein Psychologe wickelt die Jury um den Finger

Alles eine Frage der Taktik – In der Fernsehserie „Bull“ setzt der ehemalige NCIS-Star Michael Weatherly alles daran, Gerichtsprozesse zu gewinnen. Dabei ist er weniger an der Wahrheit interessiert als daran, die Jury so zu lenken, dass sie das gewünschte Urteil sprechen.

 

Ein Auge für Details:

Die Mandanten der Trials Analysis Corporation (TAC) zahlen dafür, dass sie vor Gericht gewinnen. Der Leiter von TAC, Dr. Jason Bull (gespielt von Michael Weatherly) ist allerdings kein hochgepriesener Star-Anwalt, der nur Prestige-Fälle übernimmt. Er ist Psychologe. Zusammen mit seinem Team analysiert er die 12 Geschworenen, die einem Prozess zugeteilt werden. Die Hintergründe der Jury-Mitglieder werden ebenso durchleuchtet wie ihr Verhalten während des Prozesses. Anschließend arbeitet das Team von TAC daran, die Auffassung einzelner Jury-Mitglieder so zu drehen, dass sie ein Urteil zu Gunsten der Mandanten der Firma sprechen. Jedes noch so kleine Detail kann eine Rolle spielen, angefangen bei der Kleidung, die ein Angeklagter vor Gericht trägt bis hin zu der Krawatte des Anwalts. Indem sie diese kleinen Dinge ändern, verbiegen die Mitglieder von TAC geschickt die Wahrnehmung der Jury-Mitglieder, bis es letztendlich zu dem gewünschten Urteilsspruch kommt.

Was vergleichsweise einfach klingt, ist jedes Mal ein Tanz auf dem Drahtseil. Denn jeder kleine Fehler kann die Jury in die falsche Richtung lenken und den Prozess anders als gewünscht ausgehen lassen.

 

 

Hintergrund zur Serie:

Was in „Bull“ wie eine fiktive Idee aussieht, ist in den USA längst schon Realität. Sogenannte Trial Consultants stellen ihre Dienste sowohl Verteidigern als auch Staatsanwälten zur Verfügung, um das Verhalten der Jury genau zu studieren und ihre Mandanten entsprechend für den Prozess vorzubereiten. Auch wenn die Serie es leicht überspitzt, trainieren die Consultants ihre Mandanten tatsächlich so, dass sie genau die Argumente vor Gericht vorbringen können, um eine Jury von sich zu überzeugen. Allerdings werden Trial Consultants eher bei größeren Gerichtsfällen angeworben, bei denen es zum Beispiel um sehr hohe Strafen geht. Kleinere Fälle wie ein Verkehrsunfall werden dagegen in der Regel ohne die Hilfe von Prozessberatern bestritten.

 

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